www.kanada-reisefuehrer.info
Startseite Kontakt

IHR REISEFÜHRER FÜR KANADA


Fraser River


Der Fraser River ist der längste Fluss in der kanadischen Provinz British Columbia und einer der Hauptströme im Westen Kanadas. Er besitzt zahlreiche Nebenflüsse, wie zum Beispiel den Thompson-, Bridge- oder Anderson River.

 

Die Quelle des Fraser River findet man ganz in der Nähe des Mount Robson, des höchsten Berges im kanadischen Teil der Rocky Mountains. Am Mount Edith Cavell im Jasper Nationalpark entspringt der Fraser River und bahnt sich seinen Weg in nordwestlicher Richtung, vorbei am Mount Robson. Bei Prince Town ändert er seine Fließrichtung gen Süden. Durch die Coast Mountains hat sich der Fraser River einen bis zu 1000 Meter tiefen Canyon gegraben. Nach 1375 Kilometern mündet der Fraser River in der Straße von Georgia, welche das Festland mit Vancouver Island verbindet, in den Pazifik.

 



Im Jahre 1792 befuhren die spanischen Entdecker Dionisio Alcolà Galiano und Cayetano Valdes als erste Europäer den gewaltigen Fluss. Alexander Mac Kenzie erkundetet ein Jahr später dessen Oberlauf. Vormals wurde angenommen, der Fraser River sei mit dem Columbia River verbunden. Widerlegen konnte dies 1808 Simon Fraser, als er den Fraser River erstmalig auf seiner gesamten Länge befuhr.

 

1858 stand der Fraser River im Mittelpunkt des Interesses 10 000er Einwanderer. Es wurde bekannt, das im Fraser Canyon Gold zu finden ist. Mit Städten wie Yale, Hope oder Barkerville entstanden, im Zuge der Masseneinwanderung, die ersten Siedlungen auf dem Festland British Columbiens.

 

Die Belagerung des Flusses führte vermehrt zu Spannungen zwischen ansässigen Indianern und den eifrigen Goldsuchern. Die Situation eskalierte im Fraser-Canyon Krieg. Aber bereits 1860 waren die Goldvorkommen des Fraser Rivers ausgeschöpft und die Goldsucher zogen weiter. Ihre Spuren sind geblieben bis heute. Verfallene Unterkünfte und aufgehäufte Steinwälle sind Zeugen einer für den kanadischen River prägenden Ära.

Der Fraser River ist im Bereich der Boundary Bay zu einem wichtigen Rastplatz der Regenpfeifer auf ihrem Flug in den Süden geworden. Als lachsreichster Fluss Kanadas ist der Fraser River ein beliebtes Ziel für Angler. Königslachse, Rot- und Silberlachse lassen die Anglerherzen höher schlagen. Der River ist auch Heimat für den Saibling und den Weißen Stör, den größten Süßwasserfisch Nordamerikas.

Das Ufer des Fraser River säumen zahlreiche Städte. Im malerischen Flussdelta liegt eine der beliebtesten Städte der Region, Vancouver. Prince George gilt als Zentrum der Holzindustrie am Fluss. Im Herzen des einstigen Goldrauschgebietes liegt die Rodeostadt Williams Lake. Ein trockenes Hochplateau umgibt Lillooet. Quesnee beeindruckt mit hübschen Parks und einer idyllischen Uferpromenade.

Als einer der ursprünglichsten und wildesten River Kanadas bietet der Fraser River Naturliebhabern und Abenteuerurlaubern ein wahres Paradies. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten am River entstand 1914 während des Eisenbahnbaus. Eine Felswand stürzte nach der Sprengung ab und verengte den Fraser River auf eine Breite von 35 Metern. Der friedliche Fluss verwandelte sich in ein tosendes Gewässer. Lachse konnten ihre Laichgründe nicht mehr erreichen.

 

 

 

Heute hilft man den Tieren mit künstlichen Leitern, ihren Weg durch Hells Gate zu finden. Touristen gelangen mit einer Kabinenbahn in die 150 Meter tiefe Klamm. Beliebte Aktivitäten am Fluss sind weiterhin River Rafting im Hinterland von Vancouver oder Seattle sowie aufregende Safaris oder Erkundungstouren per Schlauchboot und Wasserflugezug.

 

Ein Anziehungspunkt ist auch die jährliche Lachswanderung, beeindruckend ist es, die bis zu 1,5 Meter großen Tiere beim Laichen zu beobachten. Doch nicht nur schaulustige Touristen, sondern auch hungrige Bären werden von dem Schauspiel im Spätsommer angelockt. Die Fische dienen als Nahrungsgrundlage für den langen kanadischen Winter.

© Kanada - Das Land der Seen! Impressum Links Partnerseiten Disclaimer