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Nelson River


Der Nelson River stellt den natürlichen Abfluss des Winnipegsees, eines der 15. größten Gewässer der Erde in der kanadischen Provinz Manitaba her.
Der Nelson River zählt zu den wasserreichsten und mächtigsten Flüssen Nordamerikas. Bevor er in die Hudsunbay, einem Binnenmeer in Nordostkanada mündet, misst sein Verlauf ca. 664 km. Damit ist er nicht länger als Mosel oder Main in Deutschland.


Warum ist der Ursprung eines der wasserreichsten Ströme Nordamerikas am Abfluss eines Sees, dem Winnipegsees, festgelegt? Diese Frage ist berechtigt und historisch bedingt. In der Tat stellt der Nelson River den ersten Teil eines sehr, sehr viel größeren Flusssystems mit einem mächtigen Einzugsgebiet von 1.093.442 km² dar.

 

 

 

Den Nelson River speisen sämtliche Zuflüsse des Winnipegsees. Betrachtet man nun die Gesamtlänge des gesamten Flusssystems vom Quellfluss bis zur Mündung in die Hudsonbay, beträgt die Gesamtlänge etwa 2671 km und ist mit der Länge der Donau vergleichbar.


Durch die vielen Zuflüsse hat der Nelson River eine sehr hohe Wasserführung. Seit 1977 hat sich die Abflussmenge in die Hudsonbay jedoch um ca. ein Drittel gesteigert. Der Grund dafür liegt darin, dass zusätzlich 60% des Flusswassers vom Churchell River in den Nelson River umgeleitet werden.


Den Namen verdankt der Nelson River dem englischen Entdecker Thomas Button, der den Winter im Jahre 1612 an seiner Mündung verbrachte und dem Seefahrer Robert Nelson, welcher dort zu Tode gekommen war, ehrte. Zeitweise war der Nelson River in dieser Zeit stark umkämpft, da er für den Pelzhandel in dieser Region eine wichtige Bedeutung für den Transport dieses Rohstoffes darstellte.


Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden entlang des Flusses mehrere Wasserkraftwerke errichtet. Das Nelson-River-Bipol leitet durch zwei parallele Leitungsstraßen, meist über riesige Freileitungen, den Strom zu den im Norden gelegenen Stromrichterstationen.


Teilweise rücksichtslos wurde diesbezüglich in der Region mit den Ureinwohnern umgegangen und es resultierten viele Konflikte daraus. Die indianischen Ureinwohner in diesem Gebiet sind die Cree und Metis, die das Land seit Jahrtausenden besiedeln. Heute sind diese Konflikte längst beseitigt.
Der Nelson River beeindruckt durch seine Gewaltigkeit und Power.

 

 

 

Kurze aber heiße Sommer und lange, harte Winter können diesem gewaltigen Riesen keinerlei Widerstand leisten. Die eindrucksvolle Größe der Wasserkraftwerke, welche die riesigen Wassermassen zu nutzvoller Energie umwandeln und versuchen die Kraft des Wasser, die unermüdlich ist, zu bändigen, verursacht ein Gefühl der Größe und Mächtigkeit.

 

Für einen Urlaub entlang des Flusses kann man zahlreiche Möglichkeiten nutzen. Viel Wald, mit Eichen, Ulmen und Ahorn mit einer außergewöhnlichen, vielfältigen, einheimischen Tierwelt dazu riesige Getreidefelder begleiten den Flusslauf bis zu seiner Mündung. Nur sollte man sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen.

 

 

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