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Sankt-Lorenz-Strom


Wir schreiben den 10. August 1535. Jacques Cartier, ein französischer Seefahrer, pausiert mit seiner Mannschaft an einer Mündungsstelle der großen Seen. Ein Jahr vorher war er bereits hier gewesen, dass Terrain ist ihm nicht neu. In der Ferne beobachtet er einen Vogel, der Nahrung suchend gen Osten fliegt. Einer Eingebung folgend begleitet er den Vogel und trifft auf eine Mündungsstelle zu einem großen Strom. Es ist der Laurentinus von Rom. Und so benennt Cartier den vor ihm liegenden Flusslauf Sankt-Lorenz-Strom.


Einer der bedeutendsten Flüsse Nordamerikas war entdeckt.
Traurige Berühmtheit erlangte der Fluß im Jahre 1914, als mit dem Untergang der Empress of Ireland durch Kollision mit einem anderen Passagierschiff eine der größten Katastrophen der Seefahrt über ihn hereinbrach. Mehr als 1000 Menschen starben in den Fluten des eiskalten Wassers.

 

 


Der Sankt-Lorenz-Strom verläuft teils auf kanadischen , teils auf US-amerikanischen Staatsgebiet. Einen großen Teil seines Flusslaufes bildet er die Grenze zwischen den beiden Staaten. Die Mündungsstelle trägt einen anderen Namen, der eigentliche Sankt-Lorenz-Strom beginnt erst am Ostende des Ontoriosees. Hier bei Kingston in Ontario / Kanada befindet sich die offizielle Mündungsstelle des riesigen Stroms, der sich über 150 km an der Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika und schließlich wieder auf kanadischen Territorium bis nach Montreal schlängelt.

 

Unweit von Montreal mündet der Ottawa in den Sankt-Lorenz-Strom und fortan fließen sie gemeinsam bis nach Quebec. Das Wasser wird hier salzhaltig und mündet schließlich, nach 1197 Kilometern in den Sankt-Lorenz Golf und somit in den Atlantik. Damit stellt der den wichtigsten Ablauf für die Großen Seen dar. Östlich von Quebec verbreitert sich der Fluß auf mehr als 150 km und als langer Trichter in den Golf übergeht.


Der Höhenunterschied beträgt nur 75 Kilometer, doch unzählige Stromschnellen erschweren die Durchfahrt für Schiffe und machen den Strom teilweise unpassierbar. Ein umfangreiches Konzept aus Schleusen und Kanälen beschlossen und verwirklichten die beiden angrenzenden Staaten USA und Kanada gemeinsam. Seit 1959 existiert für die Schifffahrt ein durchgehender Seeweg vom Atlantik bis in die Mitte Nordamerikas. Große Hochseeschiffe können vom Atlantik kommend problemlos bis nach Montreal fahren.

 

 


Der Sankt-Lorenz-Strom gehört nicht nur wegen seiner immensen Länge zu den beeindruckendsten Naturschauspielen des nordamerikanischen Kontinents. Die Fauna ist sehr artenreich und steht unter besonderem Schutz. Zahlreiche Walarten wie Blau- und Finnwale, vor allem aber Weißwale haben im nährreichen Mündungsbereich zum Fluß Saguenay nahe Quebec ihre Heimat gefunden.


Betrachtet man den Sankt-Lorenz-Strom als Einheit mit den anschließenden Großen Seen bildet er eine Gesamtlänge von 3060 km. Die große Bedeutung liegt in der Versorgung der naheliegenden Regionen mit Millionenstädten wie Quebec, Montreal und New York. Der Sankt-Lorenz-Strom und die angrenzenden Großen Seen bilden zusammen ein ökologisches System von großer Wichtigkeit für Mensch und Tier.

 

 

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